Was ist Wahrnehmung?

Alles was wir wissen, haben wir über unsere Sinne gelernt.
Für Kinder stellt die sinnliche Wahrnehmung den Zugang zur Welt dar. Sie ist die Wurzel jeder Erfahrung, durch die sie die Welt für sich jeweils wieder neu aufbauen und verstehen können. Wenn Kinder experimentieren, sind sinnliche Erfahrungen unmittelbar gegeben. Sie erfassen die chemischen und physikalischen Prozesse durch Sehen, Riechen, Schmecken, Hören, Anfassen und immer in Verbindung mit eigenaktivem Handeln. Die sinnliche Wahrnehmung aktiviert Denkprozesse, die Eindrücke müssen erfasst, geordnet und mit dem bisherigen Wissen verknüpft werden. (vergl. Handbuch der Sinneswahrnehmung; Renate Zimmer).
Die Aufnahme von Reizen durch die Sinnesorgane und ihre Verarbeitung im Gehirn (Sensorische Integration).

Für die Entwicklung des Gehirns spielt die Entwicklung der Wahrnehmung ebenfalls eine wichtige Rolle.
Sensorische Reize sind nötig, um die Bildung neuronaler Verbindungen bei Neugeborenen zu fördern, denn die Nervenzellen erhalten ihre spezifischen funktionellen Eigenschaften erst nach der Geburt, sie bilden sich durch sensorische Erfahrungen in der frühen Kindheit (Eliot 2002, Gopnik u. a. 2003).
Wahrnehmen bedeutet folglich Nahrung für das Nervensystem, ohne die es sich nicht ausreichend entwickeln kann. Die Aufnahme von Reizen durch die Sinnesorgane und ihre Verarbeitung im Gehirn wird Sensorische Integration genannt.


Zur Sprache kommen die einzelnen Wahrnehmungsbereiche und deren Bedeutung für Entwicklung und Lernen.